Wer eine Fachhochschul- oder Hochschulreife besitzt, hat weitere Aufstiegsmöglichkeiten. Man hat die Wahl zwischen verschiedenen Studienfächern bzw.- ausrichtungen. Derzeit in Deutschland vertreten sind u.a. die Studienabschlüsse: Diplom, Bachelor und Master.
Im Zuge der Vereinheitlichung der Studiengänge im europäischen Raum wurden in den vergangenen zehn Jahren alle Universitäts- und Fachhochschulstudiengänge auf international vergleichbare und anerkannte Strukturen und Abschlüsse - dem Bachelor und dem Master - umgestellt. Diese lösen die traditionellen Diplom – Studiengänge ab. Nähere Informationen dazu geben die einzelnen Hochschulen.
Hier einige Beispiele an Abschlüssen:
- Diplom-Braumeister/in
- Bachelor of Science "Lebensmitteltechnologie"
- Bachelor of Science "Oecotrophologie"
- Master of Science "Oecotrophologie" (z.B. mit den Spezialisierungen "Ernährungs- wissenschaften" oder "Lebensmittelwissenschaften"
Studienausrichtungen könnten z.B. sein:
- Brauwesen
- Getränketechnologie
- Fleischtechnologie
- Lebensmittelchemie
- Back- und Süßwaren
- Biotechnologie
- Getreidetechnologie
- Milchwirtschaft
- Molkereitechnik/-wesen
- Technologie Nachwachsender Rohstoffe
- Lebensmittelverpackungstechnik
Informationen in Nordrhein-Westfalen zu den Zulassungsvoraussetzungen und den Einzelheiten der Studienrichtung "Lebensmitteltechnologie (Bachelor)" und zum Aufbaustudiengang " Life Science Technologies (Master)" erhalten Sie im Internet unter
www.hs-owl.de.
Der Fachbereich Oecotrophologie der Hochschule Niederrhein in Nordrhein-Westfalen informiert auf seiner Website über die neuen Studiengänge und - abschlüsse: Bachelor/Master of Science Oecotrophologie unter www.hs-niederrhein.de.
Berufsbegleitender Studiengang
Für Fach- oder Führungskräfte in der Lebensmittelindustrie, Handel und Handwerk bietet das Lebensmittelinstitut KIN den 3-jährigen, berufsbegleitenden Studiengang Bachelor (B.A.) Lebensmitteltechnologie und Produktmanagement in Neumünster an. Studierende können dadurch ihre Fachkenntnisse um praxisnahe betriebswirtschaftliche Grundlagen erweitern und sich damit auf Management- und Führungsaufgaben für die Lebensmittelbranche vorbereiten. http://kin.de/de/283/karrierechance.html
Studium ohne Abitur
Unter bestimmten Voraussetzungen kann man auch ohne Fachhochschulreife oder Abitur ein Studium aufnehmen. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Wer eine bestimmte berufliche Vorbildung hat, kann ohne weitere Prüfung an einer Fachhochschule studieren. Diese Möglichkeit besteht zum Beispiel für Meisterinnen und Meister, Fachwirte, Fachkaufleute und Pflegekräfte. Jede Fachhochschule entscheidet selbst, welcher berufliche Hintergrund für welchen Studiengang erforderlich ist.
2. Der zweite Weg zum Studium ohne Abitur führt über eine Zugangsprüfung. Wer eine solche Prüfung ablegen will, muss mindestens 22 Jahre alt sein, eine abgeschlossene Berufsausbildung haben und mindestens drei Jahre berufstätig gewesen sein. Um eine Zugangsprüfung bewirbt man sich direkt bei der Hochschule.
Bei manchen Studiengängen werden zusätzliche Vorkenntnisse, z.B der Nachweis einer praktischen Tätigkeit gefordert. Nähere Informationen dazu geben die einzelnen Hochschulen.
(Quelle: http://www.innovation.nrw.de/studieren_in_nrw/oberstufe/Zugangsvoraussetzungen/index.php)
Pressemitteilung der IHK Bonn/Rhein-Sieg vom 18.3.2010
Freie Wahl beim Studium nun auch ohne Abitur
Hürden für qualifizierte Berufstätige fallen
IHK Bonn/Rhein-Sieg begrüßt Neuregelung des Hochschulzugangs
Junge Berufstätige können nunmehr in Nordrhein-Westfalen auch ohne Abitur uneingeschränkt studieren. Das stellt die neue "Verordnung über den Hochschulzugang für in der beruflichen Bildung Qualifizierte" von Wissenschaftsminister Professor Dr. Andreas Pinkwart fest. Damit stehen entsprechend qualifizierten Berufstätigen ohne zusätzliche Auflagen die Türen aller Hochschulen, Fachhochschulen und Universitäten offen. "Für unsere ausbildenden Betriebe ist das ein Durchbruch in der Vergleichbarkeit beruflicher und schulischer Bildung", stellt Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg, fest.
Voraussetzung für ein Studium in einer Fachrichtung, die der Berufsausbildung entspricht, ist ein Abschluss einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung und drei oder mehr Jahre Berufserfahrung in einem fachlich der Ausbildung entsprechendem Beruf. Stipendiaten der Industrie- und Handelskammern, die im Sinne des Aufstiegstipendienprogramms des Bundes gefördert werden, benötigen dazu nur zwei Jahre entsprechender Berufserfahrung. Dadurch wird auch den neuen Stipendiaten der IHK Bonn/Rhein-Sieg, die am 26. März 2010 feierlich aufgenommen werden, ein Jahr geschenkt. Gänzlich freie Wahl des Studiengangs ermöglicht unter Anderem ein Fortbildungsabschluss im Anschluss an eine Berufsausbildung, wie der Betriebs- und Fachwirt der IHK Bonn/Rhein-Sieg. Auch Absolventen anderer Fortbildungsabschlüsse der IHK sowie Industrie- und Handwerksmeister könne nun aus dem gesamten Portfolio der Studiengänge wählen.
Nähere Informationen unter www.ihk-bonn.de, Webcode 1339.